
Dem Wohnheim angegliedert ist seit 1994 der Förder- und Betreuungsbereich.
Dieser Arbeitszweig stellt ein spezielles Angebot für Menschen dar,
die wegen schwerster geistiger und häufig mehrfacher Behinderung nach
dem Abschluss der Förderschule nicht in der Werkstatt für behinderte
Menschen beschäftigt werden können. In Räumen außerhalb des Wohnheimes
werden sie in kleinen Gruppen umfassend im Sinne der Eingliederungshilfe
gefördert.
Das Arbeitsspektrum reicht vom Erlernen einfacher lebenspraktischer Verrichtungen
(z. B. tägliche hygienische Verrichtungen) bis zur
Vermittlung von handwerklichen Fertigkeiten:
- einfache Arbeiten im Arbeitsprozess (kleben, schrauben, falten, verpacken, eintüten)
- Naturmaterial oder auch Raumschmuck ver- und bearbeiten
- textile Gestaltungen, jahreszeitliche Bastelaufgaben
- Tätigkeiten bei der Pflege von Gartenanlagen (Umgang mit Schubkarre, Schaufel,
Besen, Rechen; Hilfe beim Rasenmähen)
- Aufzucht und Pflege von Balkonkästen

Einen wichtigen Schwerpunkt bilden Aktivitäten zur
sozialen Integration
(Kontakt mit anderen Menschen):
- Aufgaben für die Gruppe
- verschiedene Feste und Feiern
- Ausflüge, Gaststättenbesuche, Bus- und Zugfahrten
Manchmal gelingt so geförderten Menschen sogar der Übergang in die Werkstatt
für behinderte Menschen. Unabhängig von diesem erstrebenswerten Ziel hilft
der Förder- und Betreuungsbereich allen hier betreuten Menschen, ihr Leben
mit Behinderung besser zu bewältigen und zu einem sinnvollen,
erfüllten und glücklichen Dasein zu finden. Dabei achtet er ganz
besonders auf die individuelle Förderung des einzelnen Bewohners.